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Chez Mama Poule – Mit Kindern auf Augenhöhe

Credit: Joëlle Lehmann

Willkommen bei uns!

Chez Mama Poule ist ein Elternblog, das zum Ziel hat euren Familienalltag schöner zu machen. Hier findet ihr persönliche Erfahrungsberichte, praktische Ideen (zum selber machen, einrichten und spielen) sowie Interviews oder Gastbeiträge von Frauen, die sich für ein bindungsorientiertes Familienleben stark machen und für eins plädieren: Mehr Respekt für Kinder, bitte!

Wer hier schreibt?

Nebst den vielen wunderbaren Gastautorinnen schreibe hier vor allem ich, Ellen Girod (35). Ich bin freie Journalistin (u.a. „NZZ“ und „wir eltern„) und Gründerin von Chez Mama Poule. Mit meinem Ehemann und unseren Töchtern (4 und 2 Jahre alt) wohne ich in Zürich. Ursprünglich habe ich Betriebsökonomie studiert und als Beraterin für digitale Kommunikation gearbeitet. Ausserdem habe ich meinen Master of Arts in Religion – Wirtschaft – Politik von den Unis Basel, Luzern und Zürich.

Warum mir der Umgang auf Augenhöhe mit Kindern wichtig ist?

Mir fällt immer wieder auf, wie oft ich Begriffe wie „Schreibaby“ oder „Trotzkinder“ höre, dass niemals aber von „Schreimutter“ oder „Trotzvater“ die Rede ist. Warum scheint es normal unseren Kindern Namen zu geben, die für Erwachsene schon beinahe Beleidigungen wären? Warum ist die Wertschätzung von Kindern in unserer Gesellschaft dermassen gering?

Mit Chez Mama Poule möchte ich dazu beitragen, das zu ändern. Und Inspirationen liefern, die sich allesamt um ein respektvolles, wertschätzendes Familienleben drehen. Davon zu schreiben wie es ist, Kinder von Anfang an zu respektieren. Sie bedingungslos zu lieben. Für das, was sie sind und nicht für das, wie sie für mich (oder die Gesellschaft) am bequemsten wären. Sie nicht verändern oder erziehen zu wollen, sondern versuchen sie liebevoll und achtsam zu begleiten. Und ihnen dabei zu vermitteln: «Du bist gut, genauso wie du bist.» Sie nicht fördern oder pushen zu wollen, ihnen stattdessen zeigen: «Du bist genug. Du musst nicht noch dieses und jenes leisten, damit wir Dich wunderbar finden. Denn du bist es bereits.»

Davon zu schreiben, wie es ist, Kinder zu beobachten und ihnen Spiele und Aufgaben zu bieten, die sie wirklich interessieren und an denen sie wachsen können (und nicht um sie «zu beschäftigen» oder um sie zu «bespassen»). Ihnen Räume zu schaffen, in denen sie sich selbständig und nach ihrem eigenen Plan entfalten können. Und sie durch ihre Kindheit begleiten zu dürfen. Beobachten zu dürfen, wie sie ihren eigenen Weg gehen, wie sie ihre eigenen Fehler und Erfahrungen machen und wie ihr Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl dabei wachsen. Ich möchte davon erzählen, wie unglaublich herausfordernd und schweisstreibend, aber schlussendlich eben doch extrem bereichernd dieser Weg für mich als Mutter ist.

Warum ich blogge?

Als frischgebackene Mutter konnte ich mit Sprüchen wie „Vertau auf Dein Instinkt!“ leider nicht viel anfangen (ausser wenn mir dazu geraten wurde, wie meine neugeborene Tochter in ihrem Bettli schreien zu lassen. Da war mein Instinkt ganz klar dagegen). Oft aber schwiegen meine Instinkte. Und mein journalisitscher Recherchedrang liess mich unzählige Elternratgeber (Remo Largo, Maria Montessori, Alfie Kohn, Arno Stern, Adele Faber, Jesper Juul sind einige meiner Lieblingsautoren) und Blogs (Eltern vom Mars und Das gewünschteste Wunschkind aller Zeiten) waren meine ersten und wichtigsten Mama-Quellen) verschlingen. Und dies weiterhin tun. Und all das, was ich lerne, erlebe und mir wichtig scheint, möchte ich in einfacher und leicht verständlicher Sprache mit euch auf Chez Mama Poule teilen.

Und was hat das alles mit einer Glucke oder Chez Mama Poule zu tun?

Es wurde mir so einiges geraten von „Fachpersonen“, Ärzten, (kinderlosen) Freunden, Hebammen ja sogar von Nachbarn, das mir rein instinktiv nicht zusagte. Zumindest habe ich die Erfahrung gemacht, dass meine Kinder keine Tyrannen sind, sondern die wunderbarsten Menschen, die ich je kennengelernt habe. Auch wenn sie mich tagtäglich in den Wahnsinn treiben, ganz klar. (Aber das hat dann meist mir selber und nicht ihnen zu tun.) Auch habe ich gemerkt, dass Kinder nicht auf unserer Nase rumtanzen wollen (wie das vielfach suggeriert wird), sondern mit uns kooperieren und vor allem: Uns glücklich machen und von uns geliebt werden wollen. Das Wort «Erziehung» mag ich nicht sonderlich. Es hat für mich zu viel mit Veränderung, Verhaltenssteuerung, Anpassung zu tun. Ich sehe meine Aufgabe als Mutter darin, meine Kinder nicht zu erziehen, sondern sie zu begleiten. Achtsam, authentisch und bestimmt. Und immer wertschätzend. Wegen all diesen Ansichten, wegen meiner Art des Elternseins, werde ich oft als Glucke bezeichnet. Find ich prima. Und möchte dieses Gluckentum hier ein wenig zelebrieren und es positiv besetzen. (Ich bin übrigens der Meinung, dass eine Hauptverdienerin genauso eine Glucke sein kann, wie eine Hausfrau eine Feministin sein kann. Aber jetzt schweife ich ab..)

Und jetzt? Für und mit Müttern!

Das Leben mit Kindern ist grossartig, anstrengend, lehrreich, zum Verzweifeln, zum Heulen und zum Lachen. Und wenn wir Eltern uns davon erzählen, wird’s ein klein wenig schöner. Welche Themen beschäftigen Dich gerade? Schreib uns, was Dir Sorgen macht, was Dich freut oder was Dich ärgert: info@chezmamapoule.com

À bientôt!
Ellen